Appell zur Aufnahme von „Bootsflüchtlingen“

Sehr geehrte(r ) Herr Ministerpräsident / Frau Ministerpräsidentin,

wir sind äußerst besorgt über die sich immer zynischer und menschenverachtender entwickelnde Haltung Europas und Deutschlands gegenüber Menschen in Lebensgefahr.

Mit Entsetzen haben wir zuschauen müssen, dass den Rettungsschiffen Aquarius und Lifeline mit hunderten von Flüchtlingen an Bord tagelang die Einfahrt in einen europäischen Hafen verweigert wurde. Ob dies rechtlich zu verantworten ist, ist nach Expertenmeinung höchst fraglich. Dass diese nahezu flächendeckende Weigerung eine zutiefst menschenverachtende Haltung ist, die sich nicht mit unseren humanitären Wertevorstellungen vereinen lässt, ist unumstritten.

Menschen sind kein Treibgut, sondern haben das elementare Recht, aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet zu werden und Aufnahme zu finden.

Dank des Angebots der spanischen Regierung durfte die Aquarius in Valencia anlegen und auch für die Lifeline scheint es Rettung zu geben. Die Länder Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben sich bereit erklärt, Flüchtlinge von der Lifeline aufzunehmen. 

Wir möchten den dringenden Appell an Sie richten, sich dem Beispiel dieser vier Bundesländer anzuschließen und sich der Bundesregierung gegenüber bereit zu erklären, „Bootsflüchtlinge“ aufzunehmen!

Wir werden in Zukunft noch häufiger mit solchen Notsituationen konfrontiert sein und brauchen ein klares Bekenntnis zur humanitären Hilfe von Menschen in Not. Bis dato fehlt den vier aufnahmebereiten Ländern die Einwilligung von Bundesinnenminister Seehofer. Dieser will nur zustimmen, wenn das Rettungsschiff „festgesetzt“ und die Crew zur Rechenschaft gezogen wird.

Wir bitten Sie, sich gegen einen solchen „Deal“ klar zu positionieren!

Denn Seehofers Bedingungen sind eine Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung – eine Kriminalisierung von Menschen, die in Non-Profit-Einsätzen unzähligen Menschen das Leben gerettet haben. Verschließen Sie sich nicht aus politischem Kalkül der Durchsetzung humanitären Handelns, sondern setzen Sie ein Zeichen gegen die allseits erstarkende Unmenschlichkeit!
Es geht um Menschenleben – und um die Rettung unserer Werte!

Mit freundlichen Grüßen

Save me Mannheim

Anna Barbara Dell, Nadja Encke, Bettina Franke, Gisela Kerntke

Spendenaufruf

NEIN – zu Studiengebühren für Nicht EU-Ausländer*innen

Save Me fordert in einem offenen Brief die Grünen Landesregierung auf, Ihr Gesetz zur Einführung von Studiengebühren für nicht EU-Ausländer zu überdenken bzw. zurück zu nehmen.

Hier der Brief an den Ministerpräsidenten:

Sehr geehrter Herr Kretschmann,

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Wir können fast alles, sogar hochdeutsch

Veranstaltung von Save-me Mannheim und Justus-von-Liebig-Schule.
Geflüchtete Jugendliche präsentieren in einem von Nils Cooper moderierten Gespräch als Best-Practice-Beispiele ihren Ausbildungsweg und beruflichen Werdegang. Weiterlesen

Abschiebestopp Afghanistan – Demo am 18.03.

Am 18.03. haben ungefähr 200 Menschen am Mannheimer Paradeplatz gegen die aktuelle Abschiebung Afghanischer Flüchtlinge demonstriert. Auch wir von Save-Me-Mannheim haben die Demonstration aktiv unterstützt. Weiterlesen

Pressekonferenz der Mannheimer Initativen und Organisationen in der Flüchtlingshilfe

„Mannheim sagt Ja!“ und „Save me“ pochen erneut darauf, dass sich die Stadt an EU-Programm beteiligt.

Initiativen fordern Aufnahme von 550 Flüchtlingen

MM-Artikel

Save Me unterzeichnet Petitionen

Die folgenden Petitionen hat Save Me Mannheim unterzeichnet. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Menschen diese Petitionen ebenfalls unterstützen/unterzeichnen.
Wir fordern mit diesen Petitionen die Bundesregierung auf, jetzt zügig und umfassend die zugesagten Relocation-Plätze zur Verfügung zu stellen.

https://act.wemove.eu/campaigns/der-kaelte-ausgeliefert/

https://weact.campact.de/petitions/gefluchtete-aus-griechenland-und-italien-nach-deutschland-holen-relocation-jetzt-umsetzen

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Save Me appelliert an OB Kurz

Am 14. Januar 2017 appellierte Save Me Mannheim an den Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz, sich für die sofortige Aufnahme von mindestens 550 Geflüchteten aus den EU-Flüchtlingslagern einzusetzen.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz,

wie wir der Presse und den Berichten des UNHCR täglich entnehmen können, hat sich die Situation der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen, insbesondere derer auf den griechischen Inseln, dermaßen zugespitzt, dass es nicht mehr hinnehmbar ist, tatenlos zu bleiben. Wie lange wollen wir noch zuschauen, wie Menschen in unbeheizten Zelten frieren, krank werden, Gefahr laufen zu erfrieren?

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DIE REISE NACH MANNHEIM

Save Me Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte 10.12.2016

DIE REISE NACH MANNHEIM – ankommen statt umkommen

Zum Tag der Menschenrechte am 10.12.2016 organisierte Save-me Mannheim in der Justus-von-Liebig-Schule auf Einladung der Schule und unterstützt von vielen Kooperationspartner*innen eine Veranstaltung. Zu Beginn erinnerte die Moderatorin Anna Barbara Dell an den Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948, in dem es nach den Erschütterungen des zweiten Weltkrieges heißt: „Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen“. Die grundlegenden Rechte von Schutz suchenden, verfolgten und diskriminierten Menschen wurden 1951 in der Genfer Flüchtlingskonvention niedergelegt und ausgeweitet.

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Appell des Feudenheimer Flüchtlingsforums

zum Stopp der derzeit stattfindenden Transfers von Flüchtlingen innerhalb von Baden Württemberg. Das Feudenheimer Flüchtlingsforum schreibt:

Gegen die integrationsfeindlichen Transfers von Flüchtlingen

Wir Ehrenamtliche engagieren uns gerne und ausdauernd für die Menschen die vor Krieg, Terror und Vertreibung geflohen sind und nun in Erstaufnahmecamps leben. Wir organisieren Sprachkurse, gestalten kulturelle Veranstaltungen, vereinbaren Beratungstermine, sorgen für ihre Mobilität,spielen mit den Kindern, integrieren diese Menschen in unsere Vereine – tun alles um ihnen ein Platz in unserer Stadtgesellschaft zu verschaffen oder ihnen zumindest eine Chance zu bieten Teil unserer Gesellschaft zu werden.

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